Archiv der Kategorie: Katzen

Adolfino ist über die Regenbogenbrücke gegangen

Kater Adolfino

Kater Adolfino

Heute Morgen um 09:30 Uhr haben wir unseren Adolfino, wie gestern Abend mit der behandelnden Tierärztin vereinbart, in der Katzenklinik besucht. Er wurde uns von einer Mitarbeiterin in ein Behandlungszimmer gebracht und dort auf den Tisch gelegt. Der Anblick war einfach nur herzergreifend. Der arme Kerl war nur noch ein Häufchen Elend. Die Atmung ganz schwer. Deutlich abgemagert und die Augen mit einem Blick, den wir so nie von ihm kannten. Auch bewegen konnte er sich nicht viel, nur das Köpfchen hob er hin und wieder in die Höhe und wechselte mit seinem Blick mal zu Frauchen, mal zu Herrchen. Wir haben mit ihm gesprochen und ihn gestreichelt und hatten das Gefühl, dass er ganz deutlich wusste wer da bei ihm ist. Nach einiger Zeit alleine mit ihm kam dann die Tierärztin dazu und wir sprachen noch einmal über den Gesundheitszustand und sie sagte uns, dass sie nun alles getan und an Medikamenten gegeben haben, was möglich sei, sich aber keine gesundheitliche Besserung zeigt. Wir sprachen darüber, dass wir Adolfino nicht leiden lassen möchten und kamen gemeinsam zu der Erkenntnis, dass jetzt der Zeitpunkt für eine Entscheidung sei.

Wir haben die Ärztin gefragt, ob es möglich sei, dass wir am Abend mit unserem Sohn Marco noch einmal kommen könnten, da auch Marco unseren Adolfino auf jeden Fall noch einmal sehen möchte. Sie sagte, dass das kein Problem sein sollte und sie mit ihrer Kollegin sprechen würde, da sie selber am Abend nicht mehr in der Klinik wäre. Wir einigten uns darauf um 19:00 Uhr in der Klinik zu sein.

So fuhren wir also am Abend zu dritt wieder in die Klinik und nach kurzem Warten wurden wir in eine Behandlungszimmer gebeten. Kurze Zeit später wurde uns Adolfino gebracht. Wir konnten uns intensiv mit ihm auseinandersetzen, ihn streicheln, mit ihm reden und auch jetzt hatten wir wieder das Gefühl, dass er genau weiß wer da bei ihm ist. Es flossen natürlich auch ganz viele Tränen. Irgendwann dann kam die diensthabende Ärztin dazu und sie war wirklich sehr einfühlend und hat uns dann den weiteren Ablauf erklärt.

Nachdem wir uns alle von Finchen verabschiedet hatten, bekam er dann ein Narkosemittel gespritzt und kurze Zeit später war er schon am schlafen. Die weitere Schilderung erspare ich mir an dieser Stelle. Fino ist sanft und ohne erkennbare Gegenwehr für immer eingeschlafen.

Wir haben ihn mit nach Hause genommen und soeben gemeinsam in unserem Garten, neben seinem ehemaligen Weggefährten Caruso, beerdigt.

Fino, Du wirst immer einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen haben!

Allen, die so fleißig ihre Daumen und/oder Pfötchen gedrückt und für unseren Fino gebetet haben, sei an dieser Stelle Danke gesagt.

Keine Verbesserung von Adolfinos Gesundheitszustand

Kater Adolfino

Kater Adolfino

Um kurz nach 14:00 Uhr habe ich wieder mit der Klinik gesprochen und leider nur eine Mitarbeiterin am Telefon gehabt. Adolfino hat immer noch Untertemperatur, wobei die Temperatur wohl fast wieder normal ist, nachdem man heute Morgen die Heizlampe an hatte. Er frisst momentan nicht, hängt an der Infusion und bekommt weiterhin Medikamente. Sie hat jetzt einen Rückruf der behandelnden Tierärztin für die Zeit nach 19:00 Uhr eingetragen.

Kurz nach 19:00 Uhr erhalten wir den ersehnten Rückruf der Tierärztin. Sie teilt uns zunächst mit, dass sie selbst total schockiert gewesen ist, wie sie heute aus dem Frei wieder in die Klinik gekommen ist, da es am Montagabend ja noch relativ positiv ausgesehen hat und sie selbst auch nicht damit gerechnet hat, dass sich Adolfinos Gesundheitszustand so gravierend verändert.

Adolfino frisst nicht selbstständig und wurde heute von den Klinikmitarbeiterinnen gefüttert, was wohl auch ganz gut geklappt hat, da Fino laut der Ärztin ja ein Lieber ist. Insgesamt hat er aber inzwischen über 1 kg an Gewicht verloren, was bei seinem bisherigen Gewicht von knapp 5 Kg ja einen erheblichen Verlust bedeutet. Wenn der Zustand morgen so noch unverändert ist, müsste man sich Gedanken über eine künstliche Ernährung machen. Allerdings stehe aber ja auch noch der Laborbefund auf FIP aus, welche sie für Morgen erwartet. Sie sagt, dass wenn das Ergebnis positiv ist, wir uns ernsthaft zusammen unterhalten müssten. Aber auch selbst wenn der Befund negativ ausfällt, sei damit nicht eindeutig bewiesen, dass Fino kein FIP hat. Es gäbe manche Formen von FIP, was ja ein Coronavirus ist, die auch nicht zwangsläufig sofort nachgewiesen werden könnten. Natürlich könnte die Verschlechterung auch von einem Tumor kommen. Dafür gebe es aber keinerlei Anhaltspunkte und den Nachweis, dass es nicht vom Herz kommt hätte sie ja auch schon erbracht.

Weil wir unendliche Sehnsucht nach unserem Fino haben und ihm in dieser schweren Zeit unbedingt vermitteln möchten, dass wir immer noch da sind, vereinbaren wir mit der Tierärztin, dass Claudia und ich Morgen früh um 09:30 Uhr in die Katzenklinik kommen.

Caruso’s letzte Ruhestätte

Caruso wurde von uns noch am Freitagnachmittag des 12. Oktober 2012 hinter unserem Zwetschgenbaum mit seiner Lieblingsdecke beerdigt.

Heute nun haben wir seine Grabstätte ein wenig gestaltet und mit Pflanzen begrünt.

Mit Carusos letzter Ruhestätte haben wir nun immer einen Ort, zu dem wir gehen können, wenn die Sehnsucht nach Caruso mal wieder über Hand nimmt und die wir selbst von unserem Schlafzimmerfenster jederzeit sehen können.

Wir trauern um Caruso

Caruso, wie es ihm noch gut ging

Caruso, wie es ihm noch gut ging

Caruso ist heute den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen.

Der Morgen verlief zunächst wie immer. Herrchen stand sehr früh auf und wurde zunächst von Adolfino vor der Schlafzimmertür begrüßt. Caruso machte sich zeitgleich wie immer im Erdgeschoß durch sein einmaliges und forderndes Maunzen bemerkbar. Als Herrchen dann die Treppe herunter kam, wollte Caruso nach seiner allmorgendlichen Begrüßung dann auch sofort sein Frühstück haben, was er auch bekam und genüsslich verspeiste.

Danach war erst ein Besuch draußen auf der katzensicheren Terrasse angesagt, bevor es dann in den Schlafkorb ging. Zwischendurch wurden selbstverständlich auch noch Frauchen und Marco ganz liebevoll nach deren Aufstehen begrüßt.

Dann auf einmal, es muss so gegen 08:00 Uhr gewesen sein und Herrchen saß gerade mit einer Tasse Kaffee und dem Notebook am Esstisch, Frauchen und Marco hatten das Haus bereits verlassen, als Caruso auf einmal vor dem Esstisch auftauchte und seine Hinterläufe wieder so merkwürdig zur Seite streckte. Im nächsten Augenblick lag er auch schon zur Seite und streckte vollkommen unnatürlich die Hinterläufe von sich weg. Er warf sich auf den Rücken, drehte sich von links nach rechts und wieder zurück.

Dann auf einmal fing er an ganz fürchterlich zu maunzen, stellte sich mit den Vorderläufen auf und robbte, die Hinterläufe auf dem Boden schleifend, davon. Zunächst bewegte er sich so in Richtung Couch und von dort in Richtung seines Schlafkorbes. Er schaffte es mit Mühe in den Korb und wieder fing er an sich hin und her zu wälzen, während er krampfartig die Hinterläufe von sich streckte.

Da war klar, dass sofortige Eile angesagt ist und Caruso umgehend tierärztlicher Hilfe bedarf.

Um kurz vor 09:00 Uhr traf Herrchen mit Caruso in der Katzenklinik ein. Während der Autofahrt hatte Caruso in seinem Transportkorb Stuhl abgesetzt. Er schaffte es trotz dieser nun noch unangenehmeren Situation nicht sich im Transportkorb aufzurichten oder hinzusetzen.

Der uns bereits bekannte Tierarzt war sofort zur Stelle, nachdem sich Herrchen während der Autofahrt schon angekündigt hatte. Der TA schaute sich Carusos Hinterläufe und insbesondere seine Pfotenballen und deren Farbe an. Dann tastete er Caruso ab und sagte dann in einem wirklich ernstzunehmenden Ton, dass es so scheint, als ob Caruso jetzt eine Thrombose in Folge der Herzerkrankung hätte und dieser Blutpfropfen vermutlich zum Hinterteil gewandert sei und dort für eine Lähmung der Hinterläufe gesorgt habe. Caruso war zu diesem Zeitpunkt nur noch am maunzen. So wehleidig, dass man schon jetzt hätte heulen können.

Dann wurde über die Chancen gesprochen, die bestehen würden, um Caruso in diesem Zustand überhaupt noch behandeln zu können. Es wurden prozentuale Wahrscheinlichkeiten genannt, wie hoch die Überlebensquoten innerhalb der nächsten 24 Stunden und der nächsten 6 Wochen liegen etc.

So schwer es auch fällt, es musste eine Entscheidung getroffen werden und diese Entscheidung fiel Herrchen bestimmt nicht leicht, nachdem Caruso ja schon seit dem 07.02.2003 bei ihm lebte.

Gegen 09:20 wurde Caruso durch Euthanasie von seinen Leiden erlöst.